Stagnierende Entwicklung der Mietpreise im Segment Industrieimmobilien im Jahr 2025
Heterogenes Marktbild innerhalb der Segmente
In einem stagnierenden Marktumfeld der Mieten für Industrieimmobilien weist der IWIP-Index für das abgelaufene Jahr 2025 nur noch ein leichtes Plus von + 0,10% (Jahr 2024: + 3,50%) aus. Die Preisentwicklung zwischen den Nutzungsarten Lager-, Logistik- und Produktionsimmobilien zeigt dabei ein unterschiedliches Bild. Während im Segment Lager und Logistik mit + 0,70% und + 1,90% noch Zuwächse zu verzeichnen waren, zeigt das Segment Produktion mit – 1,10% eine deutlich rückläufige Entwicklung.
Mietwachstum bleibt hinter Inflation zurück
Bei einem gleichzeitigen Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) im gleichen Betrachtungszeitraum von +2,20% setzt sich die in den Vorjahren zu beobachtende Entkopplung von Inflation und Mietwachstum somit weiter fort. Die Mieten verlieren real an Kaufkraft.
Marktteilnehmer erwarten unterschiedliche Entwicklung
In der Marktstimmungsumfrage von Industrial Port für das 2. Halbjahr 2026 unter zahlreichen Marktteilnehmern – 41,40% Immobilienbewerter, 37,90% Eigentümer, 10,30% Makler und 10,30% Asset-Manager – zeigt sich eine Fortsetzung dieses Trends. Für Logistikimmobilien wird eine weiter steigende Mietentwicklung erwartet. Demgegenüber prognostiziert die Erhebung einen Rückgang der Mieten für Lager- und Produktionsimmobilien. Dies wäre der erste Rückgang des Gesamtindex seit dem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020.
Importaktivität stützt Logistikmieten
Maßgeblich für den Anstieg der Logistikmieten sind in erster Linie die rückläufige inländische Produktion und die damit einhergehende Importaktivität von produzierten Gütern aus dem Ausland. Diese müssen verstärkt in Deutschland eingeführt und umgeschlagen werden.
Der IW-IndustrialPort-Industrieimmobilien-Index (kurz: IWIP-Index) bildet die Mietentwicklung im Markt für Produktions-, Logistik- und Lagerflächen seit dem Jahr 2012 ab. Er bietet eine deutschlandweite Abdeckung auf Basis aller rund 11.000 Gemeinden. Die Erstellung erfolgt durch IndustrialPort in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Die qualitätsbereinigte Mietentwicklung erfolgt auf Grundlage eines hedonischen Regressionsmodells.
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